In welchen europäischen Ländern lässt es sich am besten arbeiten?
Jedes Jahr wird die überwiegende Mehrheit der europäischen Länder nach verschiedenen Parametern wie Arbeitsplätzen, Lebenszufriedenheit, Bildung, Sicherheit und Einkommen bewertet. Diese Statistik wird von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erstellt und gibt Aufschluss über das Wohlergehen der Menschen in den Mitgliedsländern. Welche Länder in Europa eignen sich am besten zum Arbeiten?
Arbeit ist offensichtlich vorteilhaft für die Wirtschaft. Länder mit hohen Beschäftigungsquoten sind reicher, politisch stabiler und gesünder.
Die Beschäftigungsquote der arbeitsfähigen Bevölkerung in Europa im Alter von 15 bis 64 Jahren ist in Island am höchsten – 82 %, in der Schweiz – 80 %, in Norwegen – 75 %, in Schweden und Holland – 74 %, in Deutschland – 73 %. Unterdessen beziehen Luxemburger das höchste Durchschnittsgehalt – fast 49.000 Euro pro Jahr, Schweizer – 48.000 Euro, Norweger – 43.000 Euro, Iren – 42.000 Euro, Dänen und Belgier – 41.000 Euro.
Die Länder wurden auf einer Skala von eins bis zehn nach Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsquote bewertet. Island erreichte die höchste Quote – 9,5; die Schweiz – 9,4; Norwegen – 9,0; Holland, Luxemburg und Österreich – 8,2; Deutschland – 8,1; Dänemark – 8.
Für das Wohlbefinden ist es ebenfalls sehr wichtig, die richtige Balance zwischen Arbeit und Alltag zu finden. Je mehr Menschen arbeiten, desto weniger Zeit bleibt ihnen für andere Aktivitäten: von Essen und Schlafen bis hin zu Freizeit und Körperpflege. Arbeitnehmer in Spanien und Dänemark verbringen durchschnittlich 16,1 Stunden des Tages mit den oben genannten Aktivitäten. In Belgien – 15,7 Stunden, in Norwegen – 15,6 Stunden, in Holland – 15,4 Stunden, in Frankreich und Deutschland – 15,3 Stunden, in Irland – 15,1 Stunden.
Die beste Balance zwischen Arbeit und anderen Aktivitäten bietet Dänemark, das auf einer Skala von eins bis zehn einen Wert von 9,8 erreicht, gefolgt von Spanien mit 9,3, Holland und Belgien – 8,8, Norwegen – 8,7, Schweden – 8,1, Deutschland – 8,0, Russland und Österreich – 7,9.
Im Jahr 2015 hat die OECD 36 Mitgliedsländer bewertet.
Mehr lesen